Skip to content
1847

13.

Franz von Dingelstedt

Den Wolken nah, auf dürrer Felsenspitze, Wo nur die Eulen nisten und die Raben, Will ich der Liebe Kenotaph bestatten. Ein letzter Blick zurück von meinem Sitze:

Ich bin allein, ich habe sie begraben, Und ach! sie folgt mir nicht, wie einst der Schatten Euridikes dem Gatten. Da unten liegt, dem Auge kaum erkennbar,

Die Hütte wie ein Särglein anzuschauen ... Ein Schmerz durchzuckt mich tödlich und unnennbar: Aus mit der Liebe! Fertig mit den Frauen! – Dann weiter in die Welt mit halber Seele,

Der Haß ergänze, was an Liebe fehle!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
13. · Franz von Dingelstedt · Poetry Cove