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1847

1.

Franz von Dingelstedt

Die Sonne sinkt. Ein brechend Mutter-Auge Hängt sie noch einmal auf der stillen Erde Und zittert in des Sees durchglühten Wogen. Ja, dräng Dich an sie, Welten-Kind, und sauge

Den Segen auf, eh er verdunkelt werde, Und eh an dem erstarrten Himmelsbogen Die Nacht kommt aufgezogen. Auch meine Sonn, ich fühl es, neigt zum Ende;

So möge Dich ihr letzter Strahl verklären! Ob ich die Kraft, die schwindende, verschwende, Was tuts? Sie kann ja doch nicht ewig währen. Ein Bild noch – Deins! – will ich in Glorie fassen

Und lächelnd als Vermächtnis hinterlassen.

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