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1892

Weiter fällt mir mein Traum nicht ein

Max Dauthendey

Du warst mir nah in meinem Traum, Deine Stirn war weißer als dein Kleid. Ein Kuß allein hatte zwischen uns Raum, Mein Herz fand kaum zum Schlagen Zeit.

Ein Blick in deinen Wimpern stand, Wie auf dem Samt ein Messer liegt, So daß ich schön den Tod empfand, Der heiß mit deinen Augen siegt.

Und noch ein Blick fiel in mein Blut, Wie eine Rose in den Wein. – Weiter fällt mir mein Traum nicht ein, Eh' nicht mein Mund auf deinem ruht.

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