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1892

Vor uns steht im Gras der Nachthimmel als Laterne

Max Dauthendey

Vor uns steht im Gras der Nachthimmel als Laterne. Der Vollmond beblendet trübgrau und rosig die Ferne, Als ist das Laternenglas verstaubt und matt. Kaum ein Schatten vom Baumfuß ein wenig Linie hat,

Die Berge sind niedrig und schmal wie Kinderbänke, Die Bäume mächtig im Feld wie finstere Schränke. Du und ich, wir gehen wie Schatten im Scheine um Und kommen nicht um die Mondlaterne herum und wandern,

Und manchmal verschmilzt der eine Schatten im andern.

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