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1892

[Und jede Pore, die einst für dich brannte]

Max Dauthendey

Und jede Pore, die einst für dich brannte, Jeder Gedanke, der dich kosend nannte, Muß sich in meinem Blute hassend wenden Und statt der Süße – Galle nach dir senden.

Doch das ist nicht das Ende. Das Ende ist, wenn meinen Händen, Meinen Lippen, meinen Augen Das schwere, lange Bluten endet,

Und sie nach langem fremden Schweigen Sich endlich wieder zu dir neigen Und sagen können: „Freund“. Dann ist das Ende meiner großen Liebe.

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