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1892

Schaut ein Haus in das Tal

Max Dauthendey

Schaut ein Haus in das Tal Mit weißen Mauern, Menschen gehn dort ein und aus. Kühe kauern im Stall,

Unter den Linden Finden Bienen den Honig. Oft machen die Fenster menschliche Mienen, Lachen und Sorgen schauen heraus.

Und nichts von all dem wird dauern. Die Tage lauern und verfliegen, Welken ab wie die Nelken, Die vom Altan sich biegen.

Nur Stunden einfältig entstanden, Da auf zwei Kissen zwei Verliebte sich fanden Und Aug in Aug sich satt gesehn, Da bleibt die Uhr unvergänglich stehn.

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