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1892

Nun wird es wieder abendstill

Max Dauthendey

Nun wird es wieder abendstill. Der Wind noch einmal atmen will. Er biegt die Bäume hin und her. Die Sonne schwand. Die Luft ist leer.

Und gelbe Wolken strahlen leicht. Die Baumwelt dunkelt und verbleicht. Die Wolken glänzen um das Haus. Sie ziehn den Blick mir weit hinaus.

Ich schaue hin von meinem Tisch. Der Wind verzischt, die Luft wird frisch. Die Wolken wandelt tiefes Rot. Das Haus versinkt, und mir wächst Not

Der Himmel wird der Erde gleich – Ein großes totes Dunkelreich. Und ich allein mit meinem Blut Und in mir all der Wolken Glut.

Die Nacht mir um die Schultern hängt, Die Nacht mich nicht so sehr bedrängt Als Ruf um Ruf, den ich erstickt Im Blut, das in die Leere blickt.

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