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1892

[Möchte von deinem langen goldenbleichen Haar]

Max Dauthendey

Möchte von deinem langen goldenbleichen Haar Ein Lager mir bekleiden. Seide wäre Stroh, Sammet – Igelhaut, Aber dein Haar ist wie ein golden Wolkenbett,

Wie man's am Abend gleißend nur im Äther schaut. – Nein, dein Haar ist mehr, ist mehr, Dein Haar ist wie ein Strom der goldenen Maienluft Geschwängert von den Küssen junger Liebe.

Will meine Augen mit deinem Haar verbinden, Will erblinden, in seinem Gold erblinden.

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