Skip to content
1892

Kein einzig Gestirn am Himmel hing

Max Dauthendey

Der Abend ging lau hinter Wolken einher, Kein einzig Gestirn am Himmel hing, Der Himmel, der war wie die Brachfelder leer. Keine Abendsonne ging rot in die Wälder,

Nicht Mond und kein Stern heute Feuer fing. In einem aschgrauen Wolkenring Lag öd' die Welt mit steinernen Rippen, Als wären die Lippen, die leidenschaftroten,

Heut abend verwunschen von neidischen Toten.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Kein einzig Gestirn am Himmel hing · Max Dauthendey · Poetry Cove