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1892

Ich geh' die schlanke Straße

Max Dauthendey

Ich geh' die schlanke Straße, Es fehlt mir nichts als mein Weib. Sie hätte zwei Brüste zu geben, Die Lust zum Sterben und Lust zum Leben;

Es fehlt mir nichts als mein Weib. Ich geh' durch Wälder aus hartem Holz, Schnee sitzt am Berg wie blanker Stolz; O, käme die Schwachheit als Zeitvertreib,

Süß ist in den Armen ein schwacher Leib, Es fehlt mir nichts als mein Weib.

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