Skip to content
1892

Erster Schnee

Max Dauthendey

Fern, irgendwo im Himmelblau, Ein sonderzartes Land. Die Heiden weiß, Besprossen lilaklare Primelblüten.

Blüten groß, offen erschlossen, Augen, weite Augen, die an Tränen saugen, Sanfte Augen, die ein Paradies behüten. Mit weißen Fingern

Ein stilles Kind Spielt mit den Primeln, Lacht mit dem Wind. Zaudernd auf schleichenden Zehen,

Über die Blüten, Weiße Rudel Von weißen Rehen. Alles so licht und so eigen.

Einsam entblättert das Schweigen.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Erster Schnee · Max Dauthendey · Poetry Cove