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1892

Ein wolkenschwerer enger Tag

Max Dauthendey

Ein wolkenschwerer enger Tag, Wie ich ihn in der Heimat mag, Liegt über Reisfeld und Vulkan. Der Morgen sieht sich dunkel an.

Und der Mimosenbäume Zeile Windstill am Wege. Und ich teile Den Ernst der Straße, die gebleicht Wunschlos in graue Fernen reicht.

Und lautlos, wie nur Vögel fliehen, Javanen durch die Felder ziehen. Sie eilen wie Gedanken fort Und grüßen nur mit Flüsterwort.

Lautlos zu sein, ist ihr Behagen. So still; man hört die Wolken fragen: Wo will der Weg der Menschen hin? Wunschlosigkeit gibt frommen Sinn.

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