Skip to content
1892

Ein Aufschrei

Max Dauthendey

Ein Aufschrei steckt in meiner Brust, Es schreit aus mir die Heimwehlust. Und wie ein Sterbender sich streckt, Mein Geist sich nach der Heimat reckt.

Er will nichts sehn, nichts hören mehr, Die Fremde ist ihm menschenleer. Die fremden Worte sind ihm Last, Die fremde Luft mein Atem haßt.

Gefangenschaft macht grau mein Haar. O Leben, das mich einst gebar, Laß mich zur Heimat! Hör' den Schrei. Allmacht des Lebens, mach' mich frei.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Ein Aufschrei · Max Dauthendey · Poetry Cove