Skip to content
1892

Das Forsthaus

Max Dauthendey

Das Forsthaus sieht seit hundert Jahren die Waldwiese an, Und jeden Frühling erscheinen ihm wieder Salbei und Thymian, Und weißer Staub zieht auf der Waldstraße an ihm vorbei. Die Jagdhunde lungern im Staub dort zur Mittagsstunde,

Der Kuckuck ruft in unendlichem Einerlei aus der Waldesrunde. Und die bummelnden Bienen kommen und gehen mit dem Honig im Mai. Vorüber knarren Lastwagen und fahren die Waldstämme fort, Manchmal fliegt aus einem der Fenster ein flüchtiges Menschenwort,

Und zwei, die gestern da ausgeruht, sitzen im glücklichen Geiste noch jahrelang dort.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Das Forsthaus · Max Dauthendey · Poetry Cove