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1892

Als mein Schatz gegangen

Max Dauthendey

Mein Zimmer hat nur Wände, Und Fenster hat es keine, Denn als mein Schatz gegangen, Saß ich mit nassen Wangen,

Fand, daß die Sonne blende. Ich schickte meine Hände, Sie schleppten Mauersteine. Sie bauten auf der Stelle

Mit Mörtel und mit Kelle Für meine Seelenruh Die lauten Fenster zu. Niemand sieht's, wenn ich weine.

Statt Licht sind um mich Steine, Und tröstend dunkle Wände. Die Trän' findet allein Den Weg in meine Hände.

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