Skip to content
1892

Ach, daheim der Mondstrahl überm Flieder

Max Dauthendey

Gerne möchte ich die Hände falten Und die Wege gehen, die erinnerungsalten, Möchte meine Heimatnächte wiedersehen. Ach, nun singt die Amsel bei der Röte

Schmaler Abendwolken im Holunder, Hier im Reisfeld gurgelt die Posaunenkröte, Und zum Himmel spreizt sich Palmenplunder. Ach, daheim der Mondstrahl überm Flieder!

– Hörst du nicht der Gartentüre Klinke? – Liebste, steig die hellen Stufen nieder, Und ich steh' im Hohlweg unten, winke. Und wir wandern um das kleine Haus,

Sitzen unterm alten Apfelbaume. Und der Nachtigall geht die Lust nicht aus, Und der Mond, er krönt uns in dem ewigen Raume.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
Ach, daheim der Mondstrahl überm Flieder · Max Dauthendey · Poetry Cove