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1892

Ach ...

Max Dauthendey

Ach, könnte jetzt die Abendruhe dich bei mir fühlen, Ich würde glühen in der Bergluft, der kühlen. Drei Jahre sind jetzt gegangen seit der Trennungsstunde, Drei Jahre rührte keine Lippe an meinem Munde.

Die Einsamkeit hielt mich friedlos und lieblos gefangen, Seit deine Worte nicht mehr zu meinen Ohren drangen, Wie die Wälder im Finstern muß ich im Schweigen harren, Muß wie körperlos nur auf meine Gedanken starren.

Wie manchmal ein Klang kommt aus fernem nächtlichen Orte, Kommt Erinnerung und weckt längst verschollene Worte. Dann brennen Tropfen in meinen Augen, die mich blenden, – Der Himmel hat tausend Wege und will keinen senden.

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