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1823

[Zephyros, so leise spielend]

Georg Friedrich Daumer

Zephyros, so leise spielend, Mein geheimes Wehe fühlend In gerührter Sympathie – Ein getreuer Bote zieh',

Hin zu meiner Wonne flieh', Aber nicht gelinde kühlend, Flammenhauchend fächle sie! Dann, so wie die heißen Plagen

Ihre zarte Wange schlagen, Welche du von ihrem Zagen, Wieder rasch erlösen mußt – „Zephyros,“ so wird sie fragen,

„Welche Gluthen herzutragen, Fiel dich an die seltne Lust?“ – „Seine Seufzer,“ sollst du sagen, „Sendet dir die treuste Brust.“

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