Skip to content
1823

[Stehl' ich mich aus der Moscheee - hadre nicht!]

Georg Friedrich Daumer

Stehl' ich mich aus der Moscheee – hadre nicht! Wenn ich in die Schenke gehe – hadre nicht! Denn die Predigt ist so trocken, ist so lang, Daß ich gar kein Ende sehe – hadre nicht!

Wenn ich mich, o meine Sonn', in deinem Strahl Als ein armes Stäubchen drehe – hadre nicht! Wenn ich, armer Papagei, zu deinem Mund Um ein wenig Zucker flehe – hadre nicht!

Ach, du bist so schön, so schön, so wunderschön! Taumel' ich in deiner Nähe – hadre nicht! Sonder Ende klagt die Nachtigall ihr Weh, Sing' ich ewig Ach und Wehe – hadre nicht! –

Krächzen, o Hafis, dich fromme Schnäbel an, Stille, still, mit Rab' und Krähe – hadre nicht!

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Stehl' ich mich aus der Moscheee - hadre nicht!] · Georg Friedrich Daumer · Poetry Cove