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1823

[Nicht, o Freund]

Georg Friedrich Daumer

Nicht, o Freund, Heiligen des Bechers einen solchen Blick! Einen bessern! Einen Schritt

Und noch einen der Taberne näher rück', Einen bessern! Achte sie, Deine Tugend, deine selbstisch eitele,

Keinen Deut werth! Einen Schlag Gieb ihr und noch einen in ihr steif Genick, Einen bessern! –

Bärtiger, Ruhmgekrönter Forscher alles Heimlichen, Großer Denker! Uns der Nacht

Dieses Seins durch einen neuen Fund entrück', Einen bessern! – Dieser Arm Hebe den Pokal und dieser schmiege sich

Um ein Liebchen! Mein Gemüth, Wenn Du kannst, durch einen andern Rath beglück', Einen bessern! –

Wenn du dich Hängen willst, so greife nicht nach schmählichem, Rohem Stricke; Winde dir

Aus gelocktem Ambra-Haar den Hänge-Strick Einen bessern! – Krankt Hafis, Mit gelahrtem, graubehaartem Medicus

O verschon' ihn; Ihm sogleich Einen blutjung rosenwangigen Arzt beschick', Einen bessern!

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