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1823

[Immerhin, so viel sie mag]

Georg Friedrich Daumer

Immerhin, so viel sie mag Wider dich zum Streit Rüste sich zelotische Pöbelhaftigkeit!

Hege keine Furcht, Hafis! Gnädig ohne Maß Hält dir Allah seinen Schirm, Seinen Lohn bereit.

Selsebile spendet er, Welche deinem Mund Seine hohe Sonne kocht In der heißen Zeit.

Manchen ungeflügelten Engel sendet er, Dir zu scheuchen wundersüß Jede Bitterkeit.

Nicht genug; ein Ueberschuß Seiner Gnaden ist, Daß er auch des Dichterrangs Schöne Krone leiht.

Sina lernt und Griechenland Deine Melodei, Neidet deinem Liede schon Die Unsterblichkeit.

Eine Wallfahrtstätte wird Deiner Gruft dereinst, Lockerem Gesindel stets Heilig und geweiht.

Ja du steckst, so wie du todt, Dein verklärtes Haupt Mitten aus der Sonne Pracht In die Zeitlichkeit.

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