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1823

[Ich schlief, da trat zu meinem Bett der Teufel]

Georg Friedrich Daumer

Ich schlief, da trat zu meinem Bett der Teufel, Der Teufel, wie er lebt und leibt, Und sprach zu mir: „Du hast wohl ohne Zweifel Ein Opiat, das süß betäubt?“

Ich sagte: Nein! „So labst du dich an Weine, Der Feuer in die Glieder geußt?“ Ich sagte: Nein! „Doch ist ein Sänger deine, Deß Lippe dir wie Honig fleußt?“

Ich sagte: Nein! „So hast du doch ein Weibchen Das dich mit holdem Reiz beglückt?“ Ich sagte: Nein! „So ist vielleicht dein Täubchen Ein Knabe, der noch mehr entzückt?“

Ich sagte: Nein! Da hub er auf die Hände, Ausrufend: „Nein und ewig Nein! Unglücklicher, schlaf' ewig und ohn' Ende! Ein Fluch für dich ist wach zu sein.“

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