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1823

[Es schmückt die Herrschaft hohe Throne nicht]

Georg Friedrich Daumer

Es schmückt die Herrschaft hohe Throne nicht; Sie wohnt, o Lieb, in deinem Angesicht. Den Tag erschafft die Sonne nicht; es tagt Durch deiner Augen zauberisches Licht.

Dir huldiget gefesselt alles Sein, Und keines ist, das seine Bande bricht, In deiner Hand ist Leben und Verderb, Wie deine Willkühr unser Urtheil spricht.

Zwar wenig ist des Guten, das du thust, Des Bösen ein unendliches Gewicht; Doch morde nur und trinke Blut auf Blut! Nicht geht mit dir der Himmel in's Gericht;

Nicht schreiben Engel deine Schulden auf; Sie selbst entflammt, sie brechen ihre Pflicht.

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