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1823

[Es hauset der Gedanke]

Georg Friedrich Daumer

Es hauset der Gedanke Im unendlichen Weltensaal; Nicht bannt ihn eine Schranke, Nicht hemmt ihn eine Kette,

Es ringet Höh' und Thal Sein Fittig aus, verbrannte Zon' und Pol, Und fleugt mit allen Stürmen in die Wette. Doch, ach, es stöhnt in friedeloser Qual,

Lebt mit sich selbst im Zanke, Der Kranke, Fühlt, daß die Welt ihm ewig leer und hohl Und findet nirgend eine Ruhestätte. –

Der Lieb' in ihrem kleinen Kabinette Ist himmlisch wohl.

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