Wann alle Stimmen schweigen,
Die laut den Tag gemacht,
Und still im Sternenreigen
Am Himmel geht die Nacht –
Dann schwebt aus duft'ger Ferne,
Aus dunkler Wolken Tor,
Der lieblichste der Sterne,
Dein Bild schwebt mir empor:
Befreit von Erdenstaube,
Von Himmelshauch umweht,
So heilig wie der Glaube,
So rein wie das Gebet.
In deinen Zügen malet
Sich sel'ge Traurigkeit:
Dein Auge widerstrahlet
Gott und Unendlichkeit.
Da legen alle Fluten
Von Welt und Leben sich,
Es löschen selbst die Gluten,
Die mich verzehrt um dich.
Ich falte meine Hände
Fromm wie ich nie geglaubt:
O Segen sonder Ende
Auf dein geliebtes Haupt!