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1885

Der Schulverein

Felix Dahn

„Der Schulverein, der Schulverein!“ Was Wort ist fein gefunden: Wir alle wollen Schüler sein, Zu einer Schul' verbunden.

Die Schule heißt: das Vaterland, Das große, teure, ganze: Das Vaterland vom Bernsteinstrand Bis zu der Gletscher Glanze,

Und von der Adria Gebraus Bis an des Nordlands Thule: Wir lernen nun und nimmer aus In dieser großen Schule!

Wie Gold- und Erzklang nah und weit Erklingt seit grauen Tagen Der deutschen Sprache Herrlichkeit Und ist nicht auszusagen!

Das deutsche Volkstum ist ein Hort Von Gold und Erz und Eisen; Er wird sich: – schöpft nur fort und fort! – Als unausschöpfbar weisen.

Wir alle wollen Schüler sein, Die Jungen und die Alten, Doch was wir lernten, groß und klein, Nicht stumm für uns behalten:

Nein! Was wir lernten, lehren wir, Wir schöpfen, um zu spenden: Die heil'ge Aussaat mehren wir Mit nimmermüden Händen!

Und wer vergäße solcher Pflicht, Der sei verfemt im Lande, Der Deutsche, der kein Deutscher nicht – –, Des Name sei die Schande!

An unsrer Treue bricht die Flut Rings feindlicher Umtosung: „Sein Volk des Mannes höchstes Gut!“ Ist unsre stolze Losung! – –

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