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1632

Sigismund Scharff und Regina Schimmelfennig

Simon Dach

Nichts nach Heyraht fragen Ist der Rhue entsagen, Hold seyn aller Noht, Ist sich selber hassen,

Wollen seyn verlassen Vnd lebendig todt. Welche Raht annehmen, Werden dem, was Gott gefällt,

Vnd der Ordnung aller Welt Sich bequemen. Sie sind zu erweichen, Sehn nach jhres gleichen

Vnd vorauß auff Gott, Der wil selbst sie paaren, Wil sie stets bewahren Für Gefahr vnd Spott:

Wil sein Werck erhalten In gewünschter Einigkeit, Wenn des Glückes trübe Zeit Sucht zu walten.

Wol, O wol euch allen, Denen es gefallen So verliebt zu seyn! Ihr könnt sicher gehen

Vnd ohn wancken stehen, Fiel die Welt gleich ein; Werdet im Gewissen Aller Angst vnd Furcht befreyt

Vnd nicht leicht von Eitelkeit Fort gerissen. Worauff jhr euch gründet, Was euch fest verbindet,

Ist nicht schnödes Gut Oder schöne Jugend, Sondern Zucht vnd Tugend Vnd standhaffter Muht,

Der nicht fällt zurücke, Sondern krieget stets den Preiß, Daß er zu begegnen weiß Beydem Glücke.

Gnüge sol auff Erden Euch nach Wunsche werden, Daß kein Wider-Wind Euch groß wird beleiden,

Ja jhr solt in Frewden Schawen Kindes Kind, Vnd in grawen Haaren Dieses armen Lebens satt

In des Himmels schöne Stadt Selig fahren.

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