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Orbis ad exemplum se quoque formet homo

Simon Dach

Sol sich der Mensch, die kleine Welt, Jetzt nicht auff süsse Heyraht lencken? Muß doch das prächtige Gezelt Der grossen nur an Liebe dencken.

Die Erd' ist sauber vnd beleckt Durch den gewünschten Schein der Sonnen, Ist ihres Winterfells entdeckt Vnd wird vom Himmel lieb gewonnen,

Der sich herab in jhren Schoß Durch einen warmen Regen machet, Vnd schwängert jhren dürren Kloß, Daß alles frölich sieht vnd lachet.

Was auß der Lufft den Ackersmann Mit singen tröstet vnd erfrewet, Spricht lieblich eins das andre an Vnd wird zu gleichem gleich getrewet.

Die Heerde treibt den Hirten fort Der Galatheen nach zu lauffen, Pan braucht sich jetzt der besten Wort', Ihr Nymphen, ewre Gunst zu kauffen.

Das meiste, welches Auffenthalt Nur in den Wellen ist zu finden, Ja Hügel, Berge, Wild vnd Wald Muß jetzt in Liebe sich verbinden.

Der Mensch, ein Außzug dieser Welt, Wird vieler Schuld entledigt bleiben, Wenn er sich dem gemeß verhelt, Was Lufft, See, Erd vnd Himmel treiben.

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