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[In allen deinen Sachen]

Simon Dach

In allen deinen Sachen Solstu dir Rechnung machen Von jener letzten Noth: Die diesem armen Leben

Dich gute Nacht zu geben Wird zwingen auch den Tod. Nichts anders ist zu werben, Du solst und must, Mensch, sterben,

Vmbsonst ist allzumahl. Aus dieser schweren Ketten Taug dich nicht zu erretten Der Freunde grosse Zahl,

Noch deiner Diener Hauffen Sie werden all entlauffen, Du bleibst ohn Hülff und Rath. Drumb such auf den zu schawen

Der wieder Tod und Grawen Die stärcksten Mittel hat. Bey dem der armen Seelen Nach dieses Leibes Hölen

Ohn Ende wol mag seyn, Zu dem must du dich kehren Mit bitter-heissen Zehren Und flehen jhm allein.

Er hat dich ihm erworben Als er für uns gestorben, Ihm beichte deine Schuld: Und bleib jhm gantz ergeben

Auff Sterben oder Leben In Demut und Gedult. Vnd scheidest du von hinnen Du wirst das Heil gewinnen

Das Leben durch den Todt, Denn niemand wird verlohren Der diesen Trost erkoren Voraus in Sterbens-Noth.

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