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[Gott zürnt auff uns zusammen]

Simon Dach

Gott zürnt auff uns zusammen, Wer ist der bleiben kan Für seines Eiffers Flammen? Er greifft die Cedern an,

Die Berge müssen beben, Das gantze Land erschrickt Vnd hat in ihm kein Leben Nun er es angeblickt.

Weh uns und unsern Sünden, Denn diese sind allein Die ihn zur Rach' entzünden! Wer nimmt uns zu sich ein?

Wer lässt uns Schutz gewinnen Biß sich das Wetter legt, Er wieder Vater-Sinnen Zu seinen Kindern trägt?

Sein liebstes Volck die Frommen Sind fern von dieser Noht, Er heisst sie zu sich kommen Durch einen selign Tod:

Sie gehn in ihre Kammer In die gewünschte Ruh, Vnd schliessen für dem Jammer Die Thür behutsam zu.

Wir bleiben hie wir Armen In grosser Angst und Pein. Gott wolle sich erbarmen Vnd unsre Zuflucht seyn:

Woll' unsre Feinde fällen Und trewlich bey uns stehn, Daß wir in diesen Wellen Nicht kläglich untergehn.

Herr Jesu, hilff uns tragen Der Zeiten schwere Last, Damit wir nicht verzagen, Sey unser Burg und Rast:

Lehr uns die Sünde meiden, Wasch uns mit deinem Blut, Vnd nimm aus diesem Leiden Vns in die ewig' Hut.

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