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Fidentem nescit deseruisse DeusOderChristliche Freudigheit im Leben und im Tode

Simon Dach

Wer seinen Sinn auff Gott nicht einig stellt Vnd gründet sich auff Dinge dieser Welt, Wie kan er ruhig leben? Denn alles wird zu Schatten mit der Zeit,

Worauff besteht denn seine Sicherheit Vnd seine Ruh im Leben? Ich habe mir den Herren vorgesetzt, Er ist woran sich meine Seel' ergetzt,

Mein Schatz und meine Freude; Er schwebet mir vor Augen fort und fort, An Ihm hab' ich Schutz, Zuversicht und Port In alle meinem Leide.

Ich sehe nicht der Feinde Wüten an, Nicht ihre Macht noch was betrüben kan, Denn GOTT ist mir zur Rechten: Er stärcket mich, gibt mit behertzten Sinn,

Daß ich getrost in allem Vnfall bin, Vnd sieghafft weis zu fechten. Drumb greiffen mir gleich Schmertzen, Kranckheit-Pein, Des Sathans Mord, der Tod auch selber ein

Vnd wil mich gar zerstäuben: Ja kömmt die Welt gleich in den letzten Brand, Werd' ich beschützt durch seiner Allmacht Hand Doch ewiglich wol bleiben.

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