Skip to content
1632

[Du stiller Wald von Anmuht reich]

Simon Dach

Du stiller Wald von Anmuht reich, Du freyes Feld, ihre klahre Quellen, Die wie Christall vnd Bernstein hellen, Ich halt am besten es mit euch:

Ihr reisst mich von dem Hoffgetümmel Vnd zeigt mir hie den freyen Himmel. Hie herbergt Lieb vnd Sicherheit, Hie schlägt vnß mehr des Höchsten Güte

Alß in den Städten zu Gemühte, Da falsche Gunst, geschmückter Neid, Stoltz, Eigennutz vnd tausend Sünden Mit tausent Straffen sich verbinden.

Du süsse LandRuh, nimm mich an, Hie wil ich gern geruhig alten, Wo stets von meinem Wolverhalten Selbs Lufft vnd Himmel zeugen kan:

In ärgerlichen Städten leben Ist zwischen Hell vnd Himmel schweben.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Du stiller Wald von Anmuht reich] · Simon Dach · Poetry Cove