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Des Himmels Seeligkeit stillt alles Hertzeleid

Simon Dach

War dieses nicht mein Hoffen Vnd meines Glaubens Stütz, So offt mich hätt betroffen Die schwere Creutzes Hitz,

Das der Herr doch endlich würd Mich von allem Bösen, Von der Creutz vnd Sünden Bürd Gnädiglich erlösen.

Vnd alsdenn würd Ich kommen Gen Sion in die Stad, Da alle Schar der Frommen Die rechte Wohnung hat,

Da des Himmels FrewdenSchein Vber Ihnen schwebet, Seuftzen aber, Schmertz vnd Pein Gantz ist überstrebet.

O süsses Himmel Leben! O Frewd! O Herrlichheit, Die Mir Mein Gott gegeben Vor alles Creutz vnd Leid!

O wie wol ergetzest du Meines Lebens Plagen! O in was gewündschte Ruh Wird verkehrt mein klagen.

Nur jauchtzen, Frewd vnd Wonne Hat Mich ergriffen hie: Gott selber ist die Sonne, So mir scheint spat vnd früh:

Was auf Erden Euch betrübt, Ist mir gantz verschwunden: Was Trost vnd Erquickung gibt Wird vmb Mich gefunden.

Laßt dieses in Euch stillen Das schwäre Hertzen-leid, In welchs vmb meinet willen, Ihr jetzt gesetzet seid!

Denckt doch mir ist wol geschehn, In der Frewd der Frommen: Bald, bald solt Ihrs selber sehn Vnd auch zu Mir kommen.

Laßt aber auch dieß Hoffen Sein Ewres Glaubens Stütz, Wenn Euch wo hat betroffen Die schwäre Creutzes Hitz;

Das der Herr der Trewe Hirt, Euch von allem Bösen Endlich auch befreyen wird Vnd zur Frewd erlösen.

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