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An Caspar Rodemann zum Namenstage

Simon Dach

Was suchen wir euch doch, Herr Rodemann, zu binden? Herr Adersbachen, der ein starckes Wohlfahrts-Band Hat um uns hergelegt, reißt Clotho strenge Hand Den Lebensfaden ab. Gott lässt davor ihn winden

Ein Band der Ewigkeit des Lebens, das nicht schwinden Noch Abgang nehmen soll, versetzt ihn in ein Land, Das Ruh und Freude bindt. Wir stehn von uns getrannt Und können unsrer selbst noch nicht Ergänzung finden.

Nehmt aber gleichwohl hin ein Band ohn allen Schein. Schwartz zeigt Betrübte, schwartz müßt ihr gebunden seyn, Ein bessers ziemt euch nicht vor diesmal zu begehren. Ach, nehmt es hin! Lebt wohl! Erkennet unsre Pflicht,

Doch mangelt es ihm auch an schöner Zierrath nicht. Was führt es? Perlen. Was? Ja, Perlen unsrer Zähren.

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