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[Ach Gott wie gnädig hast du doch]

Simon Dach

Ach Gott wie gnädig hast du doch Bishero deine Kirche noch In Unserm Land erbauet; So daß man deines Nahmens Ehr

Und deines Wortes reine Lehr Hat überall geschauet. In dem des grimmen Krieges-Macht Bey andern es dahin gebracht,

Das Chor und Kirche lieget; So schaffst du daß dein Hauß allhier Bey uns noch täglich neue Zier Und neuen Zuwachs krieget.

Wie Glückhafft ist ein solcher Orth, Da Gott noch läßt sein reines Wort Und seinen Ruhm erschallen. Wo Gott sein Hauß und Heerd nicht hat,

Da wird gewiß ein Land und Stadt Im kurtzen müssen fallen. Ach Herr, wir bitten dis darzu, Vergönne daß wir solche Ruh

Noch mögen lang gebrauchen, Ja daß es künftig mag geschehn, Daß man die Welt kan ehe sehn Als unsre Kirche rauchen.

Und wenn dich rühmet unser Chor, So laß dein gnädig Vater-Ohr Den schwachen Schall erhören So lang, bis uns nach dieser Zeit

Die Kunst der späten Ewigkeit Wird besser singen lehren.

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