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29.Ohne Gott nirgend RuhAn den Ruh suchenden

Daniel Czepko von Reigersfeld

Ist wohl, so lang' ein Mensch der Welt noch ist ergeben, In allem, was er thut, im Tod und auch im Leben, Er schläffet oder wacht, in Wollust oder Pein, Er hoffet oder wünscht Ruh anzutreffen? Nein.

Jedoch begehret er nicht einen Tritt zu schreiten, Er sieht sich keinmal umb, wendt sich zu keiner Seiten, Kein Eßen stillet ihn, kein Auge macht er zu, Streckt keine Hand nicht aus, sucht er nicht drinnen Ruh.

Ruh schreyt ein iedes Ding. Ruh ist ein Ziel der Sachen, Und was das gröste, Got wil selbst zur Ruh sich machen. Ja sprichst du, welcher ist, der Gott erforschen kan? O Mensch, du triffst ihn ja in allen Dingen an.

Ich sehe, du wilt fort, bleib wilt du Ruh ergründen, In dir ist Gott allein, in Gott ist Sie zu finden.

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