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16.Ohne Unglück, ohne GottVom Unglück

Daniel Czepko von Reigersfeld

Auff daß du Menschen Kind dein Unglück kanst ertragen, So nihm es an von Gott: Was wilt du drüber klagen? Wann deinen Willen du Gott gäntzlich trägest für, So muß vor iedes Haar er Antwort geben dir.

O großes Heil! O Trost! aus seinem milden Hertzen, Aus seiner Liebe bloß entspringen unsre Schmertzen: Wie schwer das Leiden ist, das er uns schicket zu, So, schickstu dich darein, ist drinnen Trost und Ruh.

Wann deine Feinde gleich mit Mord dich überfüllen, So haße sie doch nicht, nihm es von Gottes Willen, In diesem Willen ist viel beßer Noth und Pein, Als stets in Freud und Lust ohn diesen Willen seyn.

Dann hast du aber dich, o Mensch, Gott übergeben, Wann Pein zur Freude wird, Ruh, Hölle, Sterben, Leben.

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