Skip to content
1854

8.

Ada Christen

Es pfeift der Wind sein frostig Lied, Und eiserstarrte Tropfen Wirft klirrend an die Scheiben er, Die Kranken wach zu klopfen.

Die alte Frau an meinem Bett Nickt müd', in Schlaf versunken, Die Kohlen im Kamine sprüh'n Bei jedem Windstoß Funken.

Aufhorchend knurrt der kleine Hund, Um ächzend fortzuträumen, Das Lampenlicht spielt flackernd roth Mit der Tapete Bäumen.

Der nackten Göttin weißes Bild Lacht höhnisch auf mich nieder. Es pfeift der Wind – Gedanken zieh'n. – Ich find' den Schlaf nicht wieder.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
8. · Ada Christen · Poetry Cove