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1809

4

Adelbert von Chamisso

Du Ring an meinem Finger, Mein goldnes Ringelein, Ich drücke dich fromm an die Lippen, Dich fromm an das Herze mein.

Ich hatt ihn ausgeträumet, Der Kindheit friedlichen Traum, Ich fand allein mich verloren Im öden unendlichen Raum.

Du Ring an meinem Finger, Da hast du mich erst belehrt, Hast meinem Blick erschlossen Des Lebens unendlichen Wert.

Ich werd ihm dienen, ihm leben, Ihm angehören ganz, Hin selber mich geben und finden Verklärt mich in seinem Glanz.

Du Ring an meinem Finger, Mein goldnes Ringelein, Ich drücke dich fromm an die Lippen, Dich fromm an das Herze mein.

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