Das Kind das dort in Heu und Stroh verstecke lieget
Und dem das tumme Vieh aus seiner Wiegen frißt
Ist grösser als die Welt weil es GOtt selber ist
Der über Höll und Tod in seiner Armuth sieget.
Was mag die Ursach seyn daß Er so schlecht erschienen
Sein Thron der könte ja seyn von Saphir bereit
Sein Lager mit dem Glantz der Sternen überstreut
Warum bedient Ihn nicht ein Heer von Cherubinen?
Kaum findet sich ein Raum den Heyland zu bewirthen;
Die Krippe wird sein Bett’ ein Stall ist sein Pallast;
Wenn Er die keusche Brust der Mutter hat umfaßt
So hält Er sein Pancket sein Hoff besteht aus Hirten.
Ihr Grossen die ihr euch als Götter laßt verehren
Die ihr von eurem Stuhl aus Diamanten blitzt
Und eurer Meynung nach dem Himmel näher sitzt
Als die so Menschen sind diß wil euch etwas lehren:
Der Höchste spottet hier der Güter dieser Erden
Die offt ein Sterblicher für seinen Himmel hält
Und zeiget euch dabey daß wenn es Ihm gefällt
Der Purpur uns zu Heu und Heu zu Purpur werden.