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1870

Vorwort

Wilhelm Busch

Ach, ja, ja! – so seufz' ich immer –; Denn die Zeit wird schlimm und schlimmer. Oder kann in unsern Tagen Einer wagen, nein! zu sagen,

Der mit kindlichem Gemüt Morgens in die Zeitung sieht? Hier Romane, dort Gedichte, Malzextrakt und Kursberichte,

Näh- und Mäh- und Waschmaschinen, Klauenseuche und Trichinen – – Dieses druckt man groß und breit – Aber wo ist Frömmigkeit??? –

Hält denn nicht, o Sünd und Schand, Weltlicher Arm die geistliche Hand, Daß man also frech und frei Greife den Beutel der Klerisei?!

Wehe! Selbst im guten Öster- Reiche tadelt man die Klöster – – Und so weiter und so weiter – – – Doch das Ende ist nicht heiter!!!

Ja, es ist abscheulich, greulich!! Aber siehe! wie erfreulich Ist's dagegen, wenn wir lesen, Wie man sonsten fromm gewesen;

Wie z.B. Sankt Anton, Unsrer Kirche großer Sohn, Litt und stritt und triumphierte – Kurz! – ein christlich Leben führte –

Dieses laßt uns mit Bemühn Heute in Erwägung ziehn.

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