Einszweidrei, im Sauseschritt Läuft die Zeit; wir laufen mit. – Julchen ist nun wirklich groß, Pfiffig, fett und tadellos,
Und der Vater ruft: „Was seh ich? Die Mamsell ist heiratsfähig!“ Dementsprechend wäre ja Mancher gute Jüngling da.
Da ist Sutitt; aber der Praktiziert als Vetrinär. Da ist Mickefett; doch dieser Ist Apthekereiproviser.
Da ist Klingebiel; was ist er? Sonntags Kanter, alltags Küster. Und dann Fritz, der Forstadjunkt, Das ist auch kein Anhaltspunkt.
Einfach bloß als Mensch genommen Wäre dieser höchst willkommen, Nur muß Knopp sich dann entschließen, Ganz bedeutend zuzuschießen. – –
Kurz gesagt mit wenig Worten, Ob auch Knopp nach allen Orten Seine Vaterblicke richte, Nirgends paßt ihm die Geschichte. –
Anderseits, wie das so geht, Mangelt jede Pietät. Man ist fürchterlich verliebt, Ohne daß man Achtung gibt
Oder irgendwie bedenkt, Ob man alte Leute kränkt. Selten fragt sich so ein Tor: Was geht in den Eltern vor?? –
Ja, so ist die Jugend heute! – Schrecklich sind die jungen Leute Hinter Knoppens Julchen her, Und recht sehr gefällt es der. –
Was hat Knopp doch für Verdruß, Wenn er das bemerken muß! – Hier zum Beispiel abends spät, Wie er still nach Hause geht,
Sieht er nicht mit Stirnefalten, Wie drei männliche Gestalten Emsig spähend da soeben Starr vor Julchens Fenster kleben?
Zornig mit dem Wanderstab Stochert er sie da herab. Er verursacht großen Schreck, Doch den Ärger hat er weg.
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