In selber Stadt ernährte sich Ganz gut ein Dr. Hinterstich Durch Kunstberichte von Bedeutung In der von ihm besorgten Zeitung,
Was manchem das Geschäft verdirbt, Der mit der Kunst sein Brot erwirbt. Dies Blatt hat Klecksel mit Behagen Von jeher eifrig aufgeschlagen.
Auch heute hält er's in der Hand Und ist auf den Erfolg gespannt. Wie düster wird sein Blick umnebelt! Wie hat ihn Hinterstich vermöbelt!
Sogleich in eigener Person Fort stürmt er auf die Redaktion. Des Autors Physiognomie Bedroht er mit dem Paraplü.
Der Kritikus, in Zornekstase, Spießt mit der Feder Kunos Nase; Ein Stich, der um so mehr verletzt, Weil auch zugleich die Tinte ätzt.
Stracks wird der Regenschirm zur Lanze. Flugs dient der Tisch als eine Schanze. Vergeblich ist ein hoher Stoß; Auch bleibt ein tiefer wirkungslos.
Jetzt greift der Kritikus voll Haß Als Wurfgeschoß zum Tintenfaß. Jedoch der Schaden bleibt gering, Weil ihn das Paraplü empfing.
Der Kritikus braucht eine Finte. Er zieht den Kuno durch die Tinte. Der Tisch fällt um. Höchst penetrant Wirkt auf das Augenlicht der Sand.
Indessen zieht der Kuno aber Den Bleistift Numro 5 von Faber; Und Hinterstich, der sehr rumort, Wird mehrfach peinlich angebohrt.
Der Kuno, seines Sieges froh, Verläßt das Redaktionsbureau. Ein rechter Maler, klug und fleißig, Trägt stets 'n spitzen Bleistift bei sich.
Nach diesem beherzigenswerten Vermerke Fahren wir fort im löblichen Werke.
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