Hartnäckig weiter fließt die Zeit; Die Zukunft wird Vergangenheit. Von einem großen Reservoir Ins andre rieselt Jahr um Jahr;
Und aus den Fluten taucht empor Der Menschen buntgemischtes Korps. Sie plätschern, traurig oder munter, 'n bissel 'rum, dann gehen's unter
Und werden, ziemlich abgekühlt, Für längre Zeit hinweggespült. – Wie sorglich blickt das Aug' umher! Wie freut man sich, wenn der und der,
Noch nicht versunken oder matt, Den Kopf vergnügt heroben hat. Der alte Schimmelwirt ist tot. Ein neuer trägt das Reichskleinod.
Derselbe hat, wie seine Pflicht, Dies Inserat veröffentlicht: Kund sei es dem hohen Publiko, Daß meine Frau Suse, des bin ich froh,
Hinwiederum eines Knäbleins genesen, Als welches bis dato das fünfte gewesen. Viel Gutes bringet der Jahreswechsel Dem Schimmelwirte – Kuno Klecksel. –
So tut die vielgeschmähte Zeit Doch mancherlei, was uns erfreut; Und, was das Beste, sie vereinigt Selbst Leute, die sich einst gepeinigt. –
Das Fräulein freilich, mit erboster Entsagung, ging vorlängst ins Kloster. Doch Bötel, wenn er in den Ferien Die Stadt besucht und Angehörigen,
Und Meister Quast, der allemal Von hier entnimmt sein Material, Wie auch der vielgewandte Gnatzel, (Jetzt schon bedeckt mit einer Atzel)
Ja, selbst der Dr. Hinterstich, Dem alter Groll nicht hinderlich, Sie alle trinken unbeirrt Ihr Abendbier beim Schimmelwirt. –
Oft sprach dann Bötel mit Behagen: „Herr Schimmelwirt, ich kann wohl sagen: Wär nicht die rechte Bildung da, Wo wären wir? Jajajaja!!“ –
Nach diesem von Bötel gemachten Vermerk Schließen wir freudig das löbliche Werk.
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