Hieronymus, nach diesem Mißgeschicke, Will nicht wieder ins Amt zurücke. – Er hat seinen Wanderstab genommen Und sucht sich sonstwo ein Unterkommen.
Wie's nun so geht! – Einstmalen hat er Sich hinbegeben ins Theater, Und ist da eben auf der Szene Eine Prinzessin wunderschöne.
Ach Gott! Wie wird ihm zumute da! 's ist seine geliebte Amalia! Das Stück ist endlich zu Ende gegangen. Die Liebenden halten sich fest umfangen. –
Hieronymus aber war es zur Stund, Als riefe in seines Leibes Grund Der innern Stimme ernster Baß: Hieronymus, werde auch so was! –
Es ging nicht lange Zeit herum, So zeigt er sich schon dem Publikum Als ein verliebter ländlicher Schäfer. In andern Rollen ist er noch bräver,
Und überhaupt sehr löb- und preislich. Aber Amalia benahm sich scheußlich. – Drum entfernt sich mit Weh und Ach Hieronymus aus dem Künstlerfach.
Und da man grad in der Vaterstadt Einen Nachtwächter nötig hat, So erwirbt er sich diesen schönen Posten Und stößt ins Horn auf städtische Kosten.
Das mütterliche Traumgebild Vom großen Horn ist nun erfüllt. – Hieronymus blus auch wirklich gut: Kaum schlägt es zehn, so geht's tu-huth!
Und ruft er dann das: Hört ihr Herrn! Wacht jeder auf und hört es gern. Einst, da er in einer heftig kalten Nacht, sein schwieriges Amt zu verwalten,
Den Mund eröffnet, um zwölfe zu schrein, Bläst ihm der nördliche Wind hinein. – Zwar um eins geht's noch: tuhuth! Um zwei aber ist's ihm schon gar nicht gut,
Glock drei bereits legt er sich nieder Mit Schmerzen des Leibes und der Glieder. Um acht Uhr kommt die Medizin, Wonach es auch etwas besser schien.
Doch sah man etwa gegen zehn: Hieronymus wird von dannen gehn! Punkt zwölf erscheint der Knochenmann Und hält das Perpendikel an. –
Also geht alles zu Ende allhier: Feder, Tinte, Tobak und auch wir. Zum letztenmal wird eingetunkt, Dann kommt der große
schwarze
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