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1870

Katze und MausOrt der Handlung: Die Küche.

Wilhelm Busch

Die Maus spaziert in die Laterne, Der böse Kater sieht's von ferne. Schnapp! springt er zu: das Glas zerbricht; Die Maus, die kriegt er aber nicht.

Den Kleiderstock erklimmt die Maus, Der Kater nach in einem Saus. Hier sausen sie durchs Hosenbein, Die Maus heraus, die Katz hinein.

Klatsch! fällt der Kater mit dem Kopf In einen schwarzen Wichsetopf. Der Kater ist ein halber Mohr, Die Maus springt in das Stiefelrohr.

Der Kater denkt: „Dich krieg ich noch!“ Der Stiefel aber hat ein Loch. Hier springt denn auch die gute Maus Bereits zum Stiefelloch heraus.

Die Maus läuft schnell ins Mäusenest; Der Kater sitzt im Stiefel fest. Ja, stelle dich nur auf den Kopf! Der Stiefel bleibt dir doch am Schopf.

Die Köchin und der Hausknecht sehn Mit Staunen an, was hier geschehn. Und beide sieht man mit Bemühn Am Katzenschwanz und Stiefel ziehn.

Pardauz! Da haben wir es ja! Sie liegen alle beide da. Der Kater, der's verdient gehabt, Wird eingeklemmt und abgeklappt.

Und wenn sich einer schwarz gemacht, Mit Wasser wird's herausgebracht. Die Mäuse aber springen Im Kreis herum und singen:

„Der brave Stiefel hat ein Loch! Der Stiefel lebe! Vivat hoch!“

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