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1870

Heimkehr

Wilhelm Busch

Knopp ist etwas schwach im Schenkel, Drum so führt man ihn am Henkel. Glücklich hat es sich getroffen, Daß das Küchenfenster offen.

Man erhebt ihn allgemach Und dann schiebt man etwas nach. Düster ist der Küchenraum. Platsch! Man fällt und sieht es kaum.

Ratsam ist es nachzuspähen, Wo die Schwefelhölzer stehen. Kracks! Da stößt das Nasenbein Auf den offnen Küchenschrein.

Peinlich ist ihm das Gefühl; Aber er verfolgt sein Ziel. Oha! – Wieder geht er irr. Dieses ist das Milchgeschirr.

Dies dagegen ist die volle Sanftgeschmeidge Butterstolle. Doch hier hinten in der Ecke Kommt er jetzt zu seinem Zwecke.

Autsch! – Er schreit mit lautem Schalle Und sitzt in der Mausefalle. Jetzo kommt ihm der Gedanke, Nachzuspüren auf dem Schranke.

Ach! Vom Kopfe bis zum Fuß Rinnt das gute Zwetschenmus. Doch zugleich mit dieser Schwärze Kriegt er Feuerzeug und Kerze.

Freilich muß er häufig streichen, Ohne etwas zu erreichen. Aber endlich und zuletzt Hat er's richtig durchgesetzt.

Jetzt zur Ruh sich zu begeben, Ist sein sehnlichstes Bestreben. Hier ist nun die Kammertür. Ach, man schob den Riegel für.

Demnach muß er sieh bequemen, Auf der Schwelle Platz zu nehmen. So ruht Knopp nach alledem Fest, doch etwas unbequem.

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