Skip to content
1870

[Es saßen einstens beieinand]

Wilhelm Busch

Es saßen einstens beieinand Zwei Knaben, Fritz und Ferdinand. Da sprach der Fritz: Nun gib mal acht, Was ich geträumt vergangne Nacht.

Ich stieg in einen schönen Wagen, Der Wagen war mit Gold beschlagen. Zwei Englein spannten sich davor, Die zogen mich zum Himmelstor.

Gleich kamst du auch und wolltest mit Und sprangest auf den Kutschentritt, Jedoch ein Teufel, schwarz und groß, Der nahm dich hinten bei der Hos

Und hat dich in die Höll getragen. Es war sehr lustig, muß ich sagen. – So hübsch nun dieses Traumgesicht, Dem Ferdinand gefiel es nicht.

Schlapp! schlug er Fritzen an das Ohr, Daß er die Zippelmütz verlor. Der Fritz, der dies verdrießlich fand, Haut wiederum den Ferdinand;

Und jetzt entsteht ein Handgemenge, Sehr schmerzlich und von großer Länge. – So geht durch wesenlose Träume Gar oft die Freundschaft aus dem Leime.

Cookies on Poetry Cove

We use cookies to remember your language preference and — only with your consent — to learn how Poetry Cove is used. You can change your mind any time.
[Es saßen einstens beieinand] · Wilhelm Busch · Poetry Cove