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1870

Erstes Kapitel

Wilhelm Busch

Sintemalen denn alles beisammen allhier: Feder, Tinte, Tobak und Papier; So wollen wir dem Hieronymus Jobsen – Nachdem wir uns eine Pfeife gestopsen –

Sein Leben, Lernen, Leiden und Lieben Und was er sonsten allhier getrieben, Mit allem Fleiße aufnotieren Und standesgemäß zu skizzieren probieren. –

Dies hier ist Jobs, der Herr Senater, Des Hieronymus zukünftiger Vater. – Die Frau Senaterin aber war Eine geborene Plappelplar;

Mit welcher indessen der treue Gatte Bis dato nur weibliche Kinder hatte. – Darum so war ihr Streben und Sinnen, Demnächst einen Knaben sich zu gewinnen.

Einst, als die Frau Senaterin Jobs Im Bette schlief, recht sanft gottlobs! Da war ihr so, als wenn ihr so wär, Als hätte sie mit vieler Beschwer

Ein großes allmächtiges Tutehorn Statt eines kleinen Kindes geborn. – Drei Wochen nach diesem Traumgesicht Begab sich ein kleiner Jobs ans Licht. –

Wie freut sich der betreffende Vater, Nämlich Jobs, der alte Senater. Es eilten herbei mit freudigem Schnattern Alle die Tanten, Basen, Gevattern.

Sie sagten, daß es auf ihre Ehre Ein ganzer reizender Knabe wäre. – Drauf, als Frau Jobs in ihrer Art Den neulich gehabten Traum offenbart,

Hub alles die Hände in die Höh: „Grundgütigerohjemineh! Was wäre denn das? Was wäre denn das? So was bedeutet sicher was!“

Frau Schnepperle sprach mit weisem Ton: „Ja ja! Da bringt mich keiner von! Frau Schnatrin, glauben Sie es nur: Ein Traum, der kommt aus der Natur!“

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