Die Frühstückszeit hat Knopp vor allen,
Weil sehr behaglich, sehr gefallen.
Nachdem die Liese aufgetischt,
Hat Doris ihm den Trank gemischt.
Und außerdem genießt er heute
Noch eine ganz besondre Freude.
Frau Doris schenkt ihm eine Mütze,
Die rings mit Perlen und mit Litze
In Form von einem Kranz der Reben
Gar schön umwunden und umgeben.
Sehr freut ihn dieser Kopfbehälter,
Denn nach Micheli wird es kälter
Und weht schon oft ein herber Hauch,
Und außerdem verziert es auch.
Stolz sitzt er da auf seinem Sitze;
Das Haupt verschönt die Morgenmütze;
Die Pfeife ist ihm Hochgenuß,
Und Doris hält den Fidibus.
Schnell flieht der Morgen. – Unterdessen
Bereitet man das Mittagessen. –
Was dies betrifft, so muß man sagen,
Kann Knopp sich wirklich nicht beklagen.
Zum Beispiel könnt er lange suchen
Nach solchem guten Pfannekuchen.
Hierin ist Doris ohne Fehl.
Stets nimmt sie einen Löffel Mehl,
Die nöt'ge Milch, dazu drei Eier,
Ja vier sogar, wenn sie nicht teuer,
Quirlt dies sodann und backt es braun
Mit Sorgfalt und mit Selbstvertraun;
Und jedesmal spricht Knopp vergnüglich:
„Der Pfannekuchen ist vorzüglich!“
O wie behaglich kann er nun
An Doris' treuem Busen ruhn.
Gern hat er hierbei auf der Glatze
Ein loses, leises Kribbelkratze.
So schläft er mit den Worten ein:
„Wie schön ist's, Herr Gemahl zu sein!“